Kunststoffe und Verbunde
Grenzflächenphänomene & -design

Tätigkeitsschwerpunkte

Folgende Themenkomplexe bilden im Kompetenzfeld Grenzflächenphänomene & -design bei Kunststoffen und Verbunden momentane Arbeitsschwerpunkte:

Mikro-Computertomographie an Knochenprobe (Quelle: Michael Mularczyk) mit spongiösem Knochengewebe und Havers-Kanälen

Bei Biomaterialien und Implantaten ist das Verständnis innerer und äußerer Grenzflächeneigenschaften eine wichtige Voraussetzung zum Verständnis von Systemeigenschaften. Mittels Mikro-Computertomographie in Kombination mit grafischen Datenverarbeitungsverfahren können z.B. Strukturen in Knochengewebe bis in den Mikrometerbereich aufgeklärt und weiteren Analysen (z.B. FE-Modellierung) zugeführt werden.

Hochleistungs-Wärmeschrankanlage zur Untersuchung des thermischen Langzeitverhaltens.

Bei Degradationsvorgängen an Kunststoffen, z.B. bei der diffusionslimitierten thermoxidativen Alterung oder bei Medieneinwirkung, sind neben anderen Faktoren auch Grenzflächeneffekte zu berücksichtigen. Für die Ermittlung des thermischen Langzeitverhaltens (z.B. Ermittlung des Temperaturindex nach IEC 60216 bzw. ISO 2875) steht eine Hochleistungs-Alterungsanlage mit 20 Wärmeschränken zur Verfügung. Diese kann auch für die Medienlagerung (z.B. nach ISO 175) von Probekörpern bei erhöhten Temperaturen eingesetzt werden.

Bestimmung des Comparative Tracking Index (CTI) an einer Isolierstoffprobe.

Grenzflächenphänomene sind, neben dem Verhalten des Bulk-Materials, für die Bewertung der Kriechstromfestigkeit von Isolierstoffen der Elektrotechnik von Bedeutung. Hierbei treten beim Anlegen einer elektrischen Spannung Fremdschichten auf Isolierstoffoberflächen mit Feuchtigkeit in Wechselwirkung. Zur Bestimmung des Comparative Tracking Index (CTI) nach IEC 60216 stehen zwei Prüfgeräte zur Verfügung.